Der Traum ...
Immer wenn ich in den letzten Jahren die große Chinakarte meines Westermann-Atlases studiert habe, stachen mir penetrant die Regionen des Karakorums und des tibetanischen Hochplateaus beim Träumen ins Auge. Bei genauerem Studium der Karte stach mir desweiteren die Feinheit ins Auge, dass sowohl durchs Karakorum von Pakistan nach China, als auch von Kashgar nach Lhasa, Straßen eingezeichent waren! Die eine Straße ist der Karakorum Highway und die andere der Xinjiang-Tibet Highway. Toll müßte es sein auf diesen Straßen in dieser wilden Gegend mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, dachte ich mir! Und somit war der Traum geboren!
Lange dauerte es aber noch bis ich mir ein Herz faßte und den ersten Teil des Traumes Wirklichkeit werden ließ. Das in die Praxis umgesetze Projekt läßt sich unter dem Menüpunkt Karakorum 2003 nachlesen.
Doch was war mit dem zweiten Teil des Traumes geworden? Lang erschien mir das Projekt zu gewagt. Desweiteren hatte ich das Vorurteil, das es dort gar keine Straße geben könne und das Ganze ein Fehler eines Kartographen sein müsse. Auch die Zeit fehlte! Denn, dass so eine Fahrt nicht in vier Wochen machbar ist, war mir von Anfang klar.
Die Reise auf dem Karakorum-Highway mit den Wegweisern auf Kashgar-Stadtkarten "diese Straße geht nach Tibet" und die Tatsache, dass ich von den Dias eines guten Freundes, der inzwischen den Friendship Highway zwischen Kathmandu und Lhasa gefahren war, ziemlich nachhaltig beeindruckt war, ließen dann die Wende kommen. Die Beendigung eines Lebensabschnittes mit güstigen Randbedingungen schafften dann die idealen Voraussetzungen und ich machte mich an die konkrete Planung dieses lang geträumten Traumes!
Die Planung ...
"... it is hard to imagine a more challenging route anywhere in the world. The journey skirts the Taklamakan desert, crosses the Kun Lun mountains and bisects the controversial Aksai Chin plateau that contains the highest motorable roads in the world."
"The second pass, the 4900m Chiragsaldi la across the Kun Lun Shan range, has killed several unacclimatized travellers and soldiers ..."
So steht es im Tibet Overland dem Standartwerk für radelnde Tibetreisende geschrieben!
Auch die Recherche im Internet brachten mir den Eindruck, dass es sich hier um eine Fahrradexpedition handelt, so wie ich sie bis dato noch nie gemacht hatte.
Die Hauptplanung bestand also darin sich genaueste Überlegungen über das verwendete Equipment zu machen, worst-case Szenarien durchzuspielen und nach Erfahrungen im Internet zu suchen, da Literatur zu dieser Strecke spärlich vorhanden ist.
Das Ergebnis dieser Planungen und die erfolgreiche Umsetzung könnt ihr euch unter den folgenden Punkten auf dieser Webseite durchlesen.
Quintessenz des Vorworts ...
Die Quintessenz, die der Leser, der ernsthaft mit dem Gedanken spielt diese Reise zu unternehmen, aus den beiden oberen Abschnitten mitnehmen sollte, ist die, dass diese Tour nur von Fahrradfahren unternommen werden sollte, die
- schon einmal Fahrradreisen in anderen Kontinenten gemacht haben
- schon einmal in Höhen von über 4500m unterwegs waren
- genau ihren Köper kennen und wissen wann es gut ist
- jede Schraube ihres Fahrrads schonmal in der Hand hatten
- sich psychisch voll auf diese Reise eingestellt haben - tagelang Pisten, die zum Kot... sind, Wind, Steigungen, Kälte und und und.
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Wenn dies zutrifft, so kann man auf dieser Straße zwischen Himmel und Erde Augenblicke erleben, die bestimmt zu den Schösten des Lebens gehören können! Nicht nur ich kann das von mir sagen auch so berühmte Menschen wie Sven Hedin haben das schon behauptet - und der muß es wissen, weil der war ein sehr gescheiter Mensch!
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