Schrankogel, Sulzkogl (18.-19.5.2002)
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"...und der Wetterbericht hatte doch recht"
Eine Eiswand muß her, definitiv langweilen sich die Eisgeräte seit Monaten an der Wand. Die ganze liebe Arbeitswoche super Sonnenwetter und das lange Pfingstwochenende in Aussicht. So war der Plan schnell gefaßt. Die NO-Flanke des Schrankogel mußte her. Bis 52 Grad Steileis, Anfang Mai die beste Zeit. Da konnte der Wetterbericht Gewitterfronten voraussagen wie er wollte, wir hofften auf unseren Schönwetterzeitschlitz.
Bei bestem Wetter stiegen wir auf die Amberger Hütte (2135m), kamen um 14h an und sonnten uns bei herrlicher Aussicht. Die Hütte war geschlossen, aber der Winterraum war super gemütlich, Bier gabs auch. Was will man mehr. Naja, zum Beispiel gutes Wetter für den nächsten Tag.
Der aufmerksame Leser ahnt es, schönes Wetter gab es am nächsten Tag nicht. Nebel, Graupel, Regen und Schnee. Brrr ! Wir brachen die Schrankoglaktion ab und entschieden uns für einen "Spaziergang" auf den Sulzkogl (2795m). Spätzestens nach dem 10. Schneefeld, das zu queren war, und nachdem der Weg schließlich völlig unter der weißen Haube versteckt lag und wir bis zum 45 Grad Firn hinaufstapfen mussten (wohlmerklich ohne jede Ausrüstung, wir hatten den Rucksack fein in der Hütte gelassen), war das Wort Spaziergang deplaziert. Wir waren die ersten seit 7 Monaten auf dem Gipfel, so denn das Gipfelbuch stimmt.
Durchnäßt, vor allem an den Fußen (wer nimmt schon Gamaschen auf einen Spaziergang mit), kamen wir wieder auf der Amberger Hütte an und hatte doch noch das Beste aus dem Wetter gemacht. Den roten Punkt im Tourenbuch werden wir schon noch mal korrigieren.

Matthias Marke - 2002